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Deutschland-Schweiz-Erbschaft: Checklisten & Dokumente

Zuletzt aktualisiert: 15 Nov 2025

Deutschland-Schweiz-Erbschaft: Checklisten & Dokumente

Verwenden Sie diese zweisprachigen Checklisten, um eine revisionssicheres Nachweispaket für deutsch-schweizerische Nachlässe: Behördendokumente, Wertgutachten (Marktwert & BewG), Bank/KYC, §21 ErbStG ausländische Steuergutschriften, Vertragsvermerke und Datenraumstruktur.

1) Master-Checkliste (Schnellansicht)

ThemaDokumenteStatusEigentümer
Behörde Testament + Eröffnungsprotokoll / Erbvertrag; Deutscher Erbschein / EU-Bescheinigung; Schweizer Erbschein; Apostille; beglaubigte Übersetzungen ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig Testamentsvollstrecker/Rechtsbeistand
Inventar Vermögens- und Schuldenverzeichnis (nach Land, Kanton und Standort); Sterbebilanzen; Grundbücher; Aktienbücher ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig Testamentsvollstrecker
Bewertungen Gutachten (Immobilien, Unternehmen, Portfolios); Verkehrswertgutachten; BewG-Arbeitsblätter; Abstimmungsvermerk (Verkehrswert ↔ BewG) ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig Gutachter / Steuer
Bank/KYC Vollstreckerausweise; CRS/FATCA-Formulare (sofern zutreffend); Eröffnungsschreiben für Nachlasskonten; Verteilungsanweisungen ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig Testamentsvollstrecker
Schweizer Steuern Kantonale/kommunale Erbschafts- oder Schenkungssteuererklärungen; Veranlagungen; Zahlungsnachweis (Quittungen, Bestätigungen) ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig CH-Steuer
DE Steuern Steuererklärungen pro Begünstigtem; Freibetragstabellen; §13a/13b-Entlastungsnachweise; §21-Gutschriftberechnung ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig DE Steuer
Vertrag & §21 Domizil-Breaker-Memo; Asset-Situs-Memo; Land/Kanton-Scheiben; §21 Pro-Jurisdiktion-Gutschrift-Arbeitsblätter ⬜ Zum Sammeln ⬜ In Bearbeitung ⬜ Vollständig Grenzüberschreitend

2) Behördliche Dokumente (Nachlass / Erbschein / CH-Erbschein)

  • Deutschland: Notarielles Testament und/oder Erbvertrag + Eröffnungsprotokoll; Erbschein Antrag und Bescheinigung; beglaubigte Kopien.
  • Die Schweiz: Amtlicher Erbschein (Erbbescheinigung oder gleichwertig), die von der zuständigen Behörde/dem Notar/Gericht ausgestellt wurden; Bestandsprotokolle; beglaubigte Kopien.
  • EU (falls zutreffend): EU-Erbrechtszeugnis für die Anerkennung in den EU-Mitgliedstaaten, in denen Nachlassvermögen belegen ist (die Schweiz ist kein EU-Mitglied).
  • Formalitäten: Apostille/Legalisierung bei grenzüberschreitender Verwendung; beglaubigte Übersetzungen; Ausweis- und Adressnachweise für Vollstrecker/Erben.

3) Bewertungsexponate (Marktwert & BewG) und Überleitungsrechnungen

  • Immobilien: Schweizer Verkehrswertgutachten (nach kantonaler Praxis); deutsche BewG-Arbeitsblätter (Vergleichs-/Ertragswert); Mietzinslisten; Grundbuch- und Grundbuchauszüge.
  • Geschäftliche Interessen: Bewertungsgutachten (z.B. IDW S 1 oder vergleichbare Verfahren); Gewinnmultiplikatoren; Kapitalstruktur; Lohnsummen- & Asset-Mix-Tests für §§13a/13b ErbStG; allfällige kantonale Bewertungsentscheide.
  • Wertpapiere/Bargeld: Sterbeurkunden (deutsche und schweizerische Banken sowie ausländische Konten); Währungsumrechnungen; Kostenbasis, sofern relevant.
  • Memo zur Brücke: Abgleich der in der Schweiz verwendeten Marktwerte mit den deutschen Steuerwerten pro Anlage (weisen Sie alle Ermäßigungen, Rabatte oder Abzüge aus).

4) Banken, Makler und KYC

  • Behördenpaket (Erbschein / Schweizerischer Erbschein / EU-Zertifikat, falls zutreffend); beglaubigt und übersetzt, falls erforderlich.
  • Executor KYC: Reisepässe/Personalausweise, Adressnachweis, Erbschaftssteuernummer; CRS/FATCA-Formulare, wenn Banken sie verlangen.
  • Schreiben zur Eröffnung von Nachlasskonten bei deutschen und schweizerischen Banken; Anweisungen zur Handhabung von Dividenden/Zinsen; Devisenpolitik für währungsübergreifende Ausschüttungen.
  • Auflösungsanweisungen für bereits bestehende Konten, Portfolioübertragungen und Sperrung/Entsperrung von Schließfächern.

5) §21 ErbStG Kreditnachweis (Schweiz)

ElementInhaltAnmerkungen
Schweizer Einschätzung Kantonale/kommunale Erbschafts- oder Schenkungssteuerveranlagungen (pro Kanton); allfällige erläuternde Verfügungen Muss dem für deutsche §21-Zwecke als Ausland behandelten Vermögen entsprechen
Zahlungsnachweis Zahlungsbestätigungen von Steuerbehörden; beglichene Kontoauszüge; offizielle Bescheinigungen über gezahlte Steuern Erforderlich für die Gewährung deutscher Kredite
Situs memo Zuordnung von Vermögenswerten zur Schweiz (nach Kantonen) im Vergleich zu Deutschland, sowohl nach innerstaatlichen Vorschriften als auch nach dem Erbschaftssteuerabkommen Muss der vertraglichen Zuordnung und der deutschen Definition von Auslandsvermögen entsprechen
Zeitplan für die Zuteilung Pro Vermögen/Kanton “Schweizer Scheibe” mit Wert im Todesfall (in EUR und CHF, mit FX-Kursen) treibt die deutsche “Steuer” an, die auf diesen ausländischen Anteil entfällt
Deutsche Steuer auf Scheiben Berechnung der auf jede Schweizer Scheibe entfallenden deutschen Steuer (bei Bedarf pro Kanton) Anrechnung = niedrigerer Betrag der Schweizer Steuer oder dieses Betrages (gemäß §21 ErbStG)

6) Memo zum Vertrag und Analyse von Wohnsitz/Situs

  • Analyse des Wohnsitzes: Ständiger Wohnsitz, Mittelpunkt der Lebensinteressen, gewöhnlicher Aufenthalt, Staatsangehörigkeit und alle relevanten Kriterien des Erbschaftssteuerabkommens Deutschland-Schweiz.
  • Situs-Regeln: Zuweisung von Immobilien, Betriebsvermögen, Wertpapieren, Bankguthaben und Sachwerten an Deutschland oder die Schweiz nach Staatsvertragsrecht und innerstaatlichem Recht.
  • Zusammenfassung des Ergebnisses: Welcher Staat besteuert weltweit, welcher Staat besteuert nur das Betriebsvermögen, und wo gewährt Deutschland eine Anrechnung nach §21 für die Schweizer Erbschafts-/Schenkungssteuer.

Hintergrundseiten: Überblick über den Vertrag - Koordinierung & §21 Kredite

7) Struktur des Datenraums und Dateibenennung

Vorgeschlagene Ordnerstruktur

  • 01_Behörde
  • 02_Inventar
  • 03_Bewertungen
    • DE_BewG
    • CH_Marktwert
  • 04_Bank_KYC
  • 05_CH_Tax (kantonal/kommunal)
  • 06_DE_Tax (ErbSt pro Begünstigten)
  • 07_Vertrag_und_§21
    • 01_Domizil_TieBreaker
    • 02_Situs_Mapping
    • 03_Land_Kanton_Scheiben
    • 04_Kredit_Arbeitsblätter
  • 99_Korrespondenz

Dateibenennungskonvention

JJJJ-MM-TT_Land-Kanton_Asset-Typ_vN.lang.pdf

  • Beispiel: 2025-02-14_CH-ZH_Immobilie_Gutachten-Marktwert_v1.de.pdf
  • Beispiel: 2025-03-01_DE_Immobilie_BewG-Wertermittlung_v2.de.pdf
  • Beispiel: 2025-04-20_CH-BE_Steuer_Zahlungsbestaetigung_v1.de.pdf

8) Vorlagenliste (was wir anbieten)

  • Master-Checkliste (bearbeitbar) - Aufgabeninhaber, Fälligkeitsdaten, Status für Deutschland und die Schweiz.
  • Arbeitsbuch Bestandsaufnahme & Standortbestimmung - Asset-by-Asset-Mapping (DE/CH, Kanton, FX, Bewertungsquellen).
  • Marktwert ↔ BewG-Abstimmungsnotiz - Standardisierte Gliederung mit Belegen für Immobilien und Betriebsvermögen.
  • §21 Kredit-Arbeitsblätter - Pro-Land/Kanton-Scheibenzuweisung und “Deutsche Scheibentaxe”.
  • Memo zum Wohnsitzwechsel - Beweismittelindex und Schlussfolgerungsmatrix im Rahmen des deutsch-schweizerischen Abkommens.
  • Bank/KYC-Paket - Anschreiben und Dokumentenlisten für deutsche und Schweizer Banken.
  • Mitteilungen des Vollstreckers - zweisprachige Briefvorlagen für Banken, Grundbuchämter, Makler und Finanzämter.

Nächste Schritte

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Wir stellen Ihnen eine vollständige, zweisprachige Vorlage zur Verfügung und helfen Ihnen, diese mit Ihren Daten zu füllen.

Siehe auch Stiftungsunterstützung: Strukturierung der Stiftung - Verwaltung der Stiftung